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Module 77 of 148 · Text

4.4.7 Konflikte und Krisen (2.07)

Fritz Pexa

Definition
Das Kompetenzelement Konflikte und Krisen umfasst das Beeinflussen und Lösen von Konflikten und
Krisen durch eine hohe Aufmerksamkeit für das Umfeld und die Fähigkeit, eine Abhilfe für Meinungsverschiedenheiten
zu erkennen und anzubieten. Konflikte und Krisen können Ereignisse und Situationen,
Konflikte aufgrund des Charakters, Stresslevels und andere potenzielle Gefahren einschließen.
Der Einzelne muss mit diesen Szenarien angemessen umgehen und einen Lernprozess für zukünftige
Konflikte und Krisen anregen.


Zweck
Dieses Kompetenzelement erfüllt den Zweck, den Einzelnen in die Lage zu versetzen, effektive Maßnahmen
zu ergreifen, wenn eine Krise oder ein Konflikt aufgrund gegensätzlicher Interessen/
inkompatibler Persönlichkeiten auftritt.


Beschreibung
Konflikte können zwischen zwei oder mehr Personen und/oder Parteien entstehen. Sehr häufig untergräbt
ein Konflikt ein gutes Arbeitsumfeld und kann negative Auswirkungen auf die beteiligten Parteien
haben. Ein Konflikt kann sich zu einer Krise auswachsen, eine Krise kann aber auch das Ergebnis einer
plötzlichen, abrupten oder einschneidenden Veränderung einer Situation sein, die die Realisierung der
Projektziele zu vereiteln droht, entweder in direkter oder indirekter Weise. In solchen Momenten ist eine
schnelle Reaktion und ein gutes Urteilsvermögen erforderlich, um die Krise einzuschätzen, Szenarios zur
Lösung derselben und zur Sicherung des Projekts zu entwerfen und zu entscheiden, ob die Angelegenheit
weitergeleitet werden soll und wenn ja, bis auf welche Ebene in der Organisation.
Die Fähigkeit, potenzielle Konflikte und Krisen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren,
erfordert ein Verständnis für die grundlegenden Mechanismen. Der Einzelne kann zahlreiche Mittel
einsetzen, um auf potenzielle und tatsächliche Krisen zu reagieren, z. B. Zusammenarbeit, Kompromisse,
Prävention, Überzeugung, Eskalation oder den Einsatz von Macht. Sie alle hängen vom Interessensausgleich
zwischen den Beteiligten ab. Die Transparenz und Integrität des Einzelnen, der als Vermittler
zwischen den Konfliktparteien fungiert, hilft bei der Suche nach akzeptablen Lösungen.
Manchmal können Konflikte jedoch nicht innerhalb des Teams oder Projekts gelöst werden, sondern
es muss eine unabhängige Partei hinzugezogen werden, die vermittelt oder eine Entscheidung trifft.


Wissen
• (De-)Eskalationstechniken
• Kreativitätstechniken
• Moderationstechniken
• Szenario-Techniken
• Konfliktphasen-Modelle
• Wert von Konflikten bei der Teambildung
• Notfallpläne
• Worst-Case-Szenarien

Fertigkeiten
Diplomatische Fertigkeiten
Verhandlungsfertigkeiten, einen Kompromiss finden
Moderationsfertigkeiten
Überzeugungskraft
Rhetorische Fertigkeiten
Analytische Fertigkeiten
Widerstandsfähigkeit gegen Stress


Zugehörige Kompetenzelemente
• Alle weiteren Persönlichen und Sozialen Kompetenzelemente
• 1.04: Macht und Interessen
• 1.05: Kultur und Werte
• 3.08: Ressourcen
• 3.10: Planung und Steuerung
• 3.11: Chancen und Risiken


Kompetenzindikatoren

• 4.4.7.1 Konflikte und Krisen antizipieren und wenn möglich verhindern
• 4.4.7.2 Ursachen und Auswirkungen von Konflikten und Krisen analysieren und
angemessene Reaktionen auswählen
• 4.4.7.3 Konflikte und Krisen und/oder deren Auswirkungen lösen bzw. in ihnen
vermitteln
• 4.4.7.4 Lernergebnisse aus Konflikten und Krisen identifizieren und weitergeben,
um die zukünftige Arbeit zu verbessern
 

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